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17Feb

Unsere Ziele: Bewegung vor Ort

Der Ortsbeirat ist kein unbedeutender Debattierklub! Die Hessische Gemeindeordnung sieht vor, dass er zu allen wichtigen Angelegenheiten, die den Ortsteil betreffen und zum städtischen Haushalt angehört wird. Er hat ein Vorschlagsrecht und muss zu Fragen des Stadtparlaments Stellung zu nehmen. Kein städtisches Gremium ist näher an den Bürgern und kann sich unmittelbarer mit den alltäglichen Problemen vor Ort auseinandersetzen.

Grüne im Ortsbeirat wollen:

  • Direkt vor Ort gemeinsam viel bewegen
  • Gute Lösungen erarbeiten, die Akzeptanz finden
  • Bürger zum mitdiskutieren einladen
  • Die Kernstadtfunktion des Ortsteils Felsberg hervorheben
  • Langfristig tragfähige, nachhaltige Konzepte verfolgen
  • Argumente austauschen statt Streiten
  • Alle unterstützen, die sich für die Gemeinschaft einsetzen
17Feb

Stimmzettel für den Ortsbeirat Felsberg entsprechen nicht den gesetzlichen Vorgaben des Kommunalwahlgesetzes – mögliche Benachteiligung von ULF

Bündnis 90 / Die Grünen haben mit folgenden Schreiben die Stadt Felsberg auf den vorgenannten Mangel des Stimmzettels für die Kommunalwahl Felsberg hingewiesen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

kürzlich wurden die Stimmzettelmuster für die Kommunalwahl am 06. März 2016 an die Haushalte in Felsberg verteilt. Der Stimmzettel für die Ortsbeiratswahl in Felsberg entspricht dabei nicht den gesetzlichen Vorgaben des Hessischen Kommunalwahlgesetzes und benachteiligt in dieser Form die neue Wählervereinigung „Unabhängige Liste Felsberg – ULF“.

Als Bündnis 90 / Die Grünen liegt uns sehr an einem fairen, gleichberechtigten Wettbewerb, um die Sitze in den städtischen Gremien.

Wir weisen daher rechtzeitig vor der Wahl auf den mangelhaften Stimmzettel hin und bitten den Wahlleiter unbedingt eine Korrektur vor der Wahl vorzunehmen, sowie Stimmzettel für weitere Ortsbeiräte in den Stadtteilen zu überprüfen. Soweit ein korrigierter Musterstimmzettel verteilt wird sollte zudem darauf geachtet werden, dass der Kennzeichnungstext „Muster“ nicht über die Namen einzelner Kandidaten gedruckt wird.

Das Hessische Kommunalwahlgesetz (KWG) sagt zum Stimmzettel folgendes:

  • 16 KWG – Stimmzettel

(1) Die Stimmzettel werden für jeden Wahlkreis unter Verantwortung des Wahlleiters amtlich hergestellt.

(2) 1Auf dem Stimmzettel sind die zugelassenen Wahlvorschläge in der Reihenfolge nach § 15 Abs. 4 neben- oder untereinander aufzuführen.

Die Wahlvorschläge müssen demnach auf dem Stimmzettel nebeneinander oder untereinander aufgeführt werden. Nicht zulässig ist eine Vermischung, wie vorliegend geschehen. Nebeneinander aufgeführt sind auf dem Musterstimmzettel die Wahlvorschläge der SPD, der Grünen und der Stadtliste Felsberg. Der Wahlvorschlag von ULF ist dagegen unter jenem der „Stadtliste“ aufgeführt. Das ist nach dem oben zitierten Gesetzeswortlaut unzulässig.

 

Dieser Fehler ist geeignet, den Wahlvorschlag der „Unabhängigen Liste Felsberg-ULF“ zu benachteiligen und das Wahlergebnis zu verfälschen. Der Wähler könnte nämlich durch die Tatsache, dass ULF unter der Stadtliste aufgeführt ist, übersehen, dass es sich dabei um einen eigenen Wahlvorschlag handelt oder er könnte, in der Absicht, ULF eine Listenstimme zu geben, sein Kreuz irrtümlich in der Kopfzeile der Spalte bei der Stadtliste machen. Damit würde das Wahlergebnis verfälscht.

Mit freundlichen Grüßen
Jochen Pschibul
Fraktionsvorsitzender

Mehr dazu in der Hessischen Allgemeinen, Ausgabe Melsungen vom 16.2.2016

08Feb

Stadtentwicklung

Die Felsberger Kernstadt ist vielfältig in ihren Funktionen, in ihrer Gestalt und Wahrnehmung.
Während der historische Kern der Altstadt in den letzten Jahren wieder mehr in den Blickpunkt kommunalpolitischer Entscheidungen gerückt ist und durch kluge Entscheidungen der Mandatsträger eine gute Entwicklung genommen hat, sind doch noch viele Probleme ungelöst, während sich andere erst noch langsam entwickeln und zeigen.

Neben der Erhaltung und Entwicklung der historischen Gebäude in der Altstadt dürfen auch die verschiedenen Siedlungsteile aus den 50er und 60er Jahren sowie die Neubaugebiete nicht ohne Beachtung bleiben. Entstehender Sanierungsbedarf in Verbindung mit den Folgen der demografischen Entwicklung erfordern vorausschauendes Handeln, um alle Bereiche lebendig und lebenswert weiterzuentwickeln. Zukunftsfähig sein heisst, die Stadt als Ganzes zu sehen und mit ihren Potentialen zu fördern, aber auch ihre Probleme zu benennen, um Wege zu ihrer Lösung zu finden.

Diesen Ansatz werden die Kandidaten von Bündnis 90 / Die Grünen im Ortsbeirat aktiv vertreten.

 

08Feb

Kommunalwahl in Felsberg 2016

Heute. Für Morgen

Die Grünen Felsberg kandidieren nicht mehr für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Felsberg und wollen stattdessen in den nächsten Jahren ihre Kraft für die Ortsbeiräte in Felsberg und Wolfershausen einsetzen. Hierzu mehr hier

Was am 6. März zu wählen ist, das ist die Zukunft unseres Ortes in den nächsten fünf Jahren!

Programm und Wahlziele:

 


Die Grünen / Bündnis 90 kandidieren nicht mehr für die Stadtverordnetenversammlung

02Feb

Grüne nehmen 5 Jahre Auszeit von Stadtverordnetenversammlung

Zur Wahl des Stadtparlaments in Felsberg werden die Grünen erstmals seit Jahrzehnten nicht antreten. Seit den 1980-ger Jahren sind Bündnis90/Die Grünen mit Vertretern in verschiedenen Ortsbeiräten und der Stadtverordnetenversammlung eine feste Größe in der politischen Landschaft dieser Stadt geworden. In der Ära Stiegel stellten die Grünen zweimal einen eigenen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl.

Diese jahrzehntelange, engagierte Gremienarbeit wurde bei der Kommunalwahl 2011 mit dem besten Ergebnis und Gewinn von 5 Mandaten im Stadtparlament und 2 Sitzen im Magistrat durch die Wähler belohnt. Darüber hinaus sind die Grünen in den Ortsbeiträten Gensungen, Felsberg und Wolfershausen vertreten. Dabei waren die Grünen auch mit einer teilweise verjüngten Mannschaft angetreten.

Engagierte kommunale Gremienarbeit, insbesondere in der Stadtverordnetenversammlung, erfordert intensive und sehr zeitaufwändige Einarbeitung in verschiedenste Themen und umfangreiche Vorbereitung auf Sitzungen, um sich in den Meinungsbildungsprozess in seiner Fraktion, den Ausschüssen und dem Parlament einzubringen

Die Grünen Mandatsträger waren in den letzten 5 Jahren daneben beruflich, ehrenamtlich und familiär vielfach gefordert. Vier Fraktionsmitglieder gehören der Einsatzabteilung der Feuerwehr an und haben dort zwischenzeitlich herausgehobene Positionen (u.a. Wehrführer, Gerätewart) übernommen. Die Energie für Familie, Beruf und mehrfaches Ehrenamt ist aber nicht beliebig teilbar.

In der Stadtverordnetenversammlung und dem Magistrat mussten die Grünen zunehmend eine Detailverliebtheit der anderen Parteienvertreter feststellen, die die finanziellen Realitäten der Stadt und die Gesamtzusammenhänge ausblendete. Auf kritische Fragen und Anmerkungen hierzu waren die Grünen häufig heftigen – gelegentlich auch persönlichen – Angriffen, insbesondere aus der SPD-Fraktion ausgesetzt. Deren Mitglieder waren für die Argumente der Grünen Fraktion für eine maßvoll und nachhaltig gestaltende Politik für die Gesamtstadt zuletzt z.T. prinzipiell nicht mehr zugänglich. Dies bedauern die Grünen sehr.

Im Laufe des Jahres 2015 ist daher bei den Grünen Felsberg der Entschluss gereift, hinsichtlich des Stadtparlamentes eine Auszeit zu nehmen.

In 2016 werden die Grünen ihren Fokus aber auf den Ortsbeirat Felsberg legen. Ebenso sind Mitglieder der Grünen auf der Dorfliste im Stadtteil Wolfershausen vertreten.

Felsberg, 28.01.2016

Jochen Pschibul
(Fraktionsvorsitzender)

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08Mrz

Energiewende

24Nov

Überarbeitung des Feuerwehrbedarfsplans auf der Tagesordnung – Sitzungsvorlage hier!

Feuerwehrbedarfsplan_2013_Entwurf.pdf

19Nov

Gemeinsames Ordnungsamt: Aktuelle Position der Grünen

Gemeinsames Ordnungsamt 2013-11-14Magistratsvorlage Gemeinsames Ordnungsamt

 Wie sich die Problematik den Grünen darstellt – Fragestellungen für die nächste Ausschuss-Sitzung; Ableitungen vom IST-Stand des Ordnungsamts Felsberg auf Grundlage des Haushaltes

(auf die oben verlinkte Magistratsvorlage wird Bezug genommen)

Aufgaben und deren Zuordnung, Aufgabenverlagerungsbereich

Im Haushalt umfassen die Aufgaben des Ordnungsamtes (Produktbereich Sicherheit und Ordnung) die Produkte

12102 Wahlen

12202 Öffentliche Sicherheit und Ordnung

12204 Einwohnerwesen, Ausweise und sonstige Dokumente

Produktverantwortliche ist Frau Schmidt. Im Haushalt sind die Produkte und Leistungen im Einzelnen dargestellt.

Es wird aus dem Haushalt nicht eindeutig ersichtlich, ob der Aufgabenbereich „Bürgerbüro“ dem Produktbereich Sicherheit und Ordnung (Produkt 12204) oder dem Produktbereich Innere Verwaltung (Produkt 11116-Sonstige zentrale Dienste) zugeordnet ist. Im Stellenplan sind die Stellen des Bürgerbüros allerdings unter „Innere Verwaltung“ geführt. Ein Organigramm, aus dem eine Zuordnung erkennbar würde, liegt nicht vor. Produktverantwortung für den Bereich Innere Verwaltung trägt Herr Werner, Hauptamt, sodass davon auszugehen ist, dass eine organisatorische Zuordnung des Bürgerbüros – ähnlich dem Standesamt – an das Hauptamt besteht. Hiergegen spricht die Beschreibung von offenkundig seitens des Bürgerbüros erbrachten Leistungen bei Produkt 12204 (Einwohnermeldewesen etc.). Diese Fragen sind zwar nicht vordergründig für die Bewertung der Aufgabenverlagerung des Ordnungsamtes, jedoch wichtig im Hinblick auf die sich im Nachgang ergebenden organisatorischen Anpassungen innerhalb der Stadtverwaltung (Folgenabschätzung).

Nach dem vorliegenden Vereinbarungsentwurf für das gemeinsame Ordnungsamt mit den Zweckverbandskommunen ist vorgesehen, das Produkt 12202 von Felsberg nach Melsungen zu verlagern.

In Felsberg verbleiben die Produkte 12102-Wahlen und 12204-Einwohnerwesen, Ausweise und sonstige Dokumente.

Produktkosten, Personal und Personalkosten

Auf den Bereich Sicherheit und Ordnung entfallen nach dem Stellenplan 2,52 Stellen (1xBeamter, Besoldungsgruppe A12; 1xAngestellter, Entgeltgruppe 9 TVöD und 0,52xAngestellter, Entgeltgruppe 6 TVöD). Stellen für das Bürgerbüro sind hierin – wie oben beschrieben – nicht enthalten.

Das zu verlagernde Produkt 12202 weist im Haushalt ein Jahresergebnis 2011 in Höhe von rd. -55.000 auf.

Die Erträge belaufen sich auf ca. 20.000 €, die Aufwendungen auf ca. 75.000 €. Darin enthalten sind laufende Personalaufwendungen von 52.500 €. Darüber hinaus beinhalten die Aufwendungen für Versorgung von Beamten im Ruhestand bzw. Rücklagen für diesen Fall. Sofern derzeit keine Beamten mehr im Bereich des Ordnungsamtes beschäftigt sind, handelt es sich hierbei um Kosten für bereits ausgeschiedenes Personal, die der Stadt in jedem Fall erhalten bleiben und nicht über das gemeinsame Ordnungsamt refinanzierbar sind.

Zuschussbedarf im Verlagerungsbereich und Kostenanteil im gemeinsamen Ordnungsamt

Dem Zuschussbedarf von 55.000 € (Ist im Jahr 2011) bzw. dem im Haushalt 2013 ausgewiesenen Fehlbedarf von ca. 61.000 € für die zu verlagernden Aufgaben steht nach der Vorlage ein kalkulierter Finanzierungsanteil der Stadt Felsberg am gemeinsamen Ordnungsamt in Höhe von 69.709 € gegenüber. Dem liegt der Felsberger Anteil von 27,78% an den ungedeckten laufenden Jahreskosten des gemeinsamen Ordnungsamtes, die auf ca. 250.000 € geschätzt werden, zugrunde.

Diese Gegenüberstellung zeigt zunächst kein Einsparpotential durch das gemeinsame Ordnungsamt.

Unsicherheiten

Bei der Schätzung der voraussichtlichen Kosten des gemeinsamen Ordnungsamtsbetriebes werden je Mitarbeiter durchschnittliche Kosten von 46.000 € (für Hipo) bis 50.000 € (Verwaltungspersonal) zugrunde gelegt. Dieser Ansatz wäre im Hinblick auf das von den beteiligten Kommunen entsandte Personal und dessen Kosten zu konkretisieren.

Im Vergleich mit den durchschnittlichen Personalkosten des Landes Hessen, wie aus den veröffentlichten Personalkostentabellen (Staatsanzeiger 2013, Seite 655 ff.) ersichtlich, ist der Ansatz möglicherweise eher niedrig gewählt.

Der Ansatz der Betriebskosten für das gemeinsame Ordnungsamt könnte sinnvollerweise ebenfalls detaillierter dargestellt werden.

Hinsichtlich der angenommenen Einnahmen des gemeinsamen Ordnungsamtes liegt nur eine Schätzung zugrunde, deren Realisierungswahrscheinlichkeit zu bewerten ist.

Synergieeffekte nicht beziffert

Grundsatz ist: Das Personal folgt der Aufgabe. Dessen Realisierung ist für Felsberg noch abschließend geregelt.

Bei einem Transfer von Personal bleibt das Arbeitsverhältnis mit der Stadt Felsberg weiter bestehen (Personalgestellung, Abordnung o.ä.). Es ändert sich nur der Arbeitsort. Die Personalkosten, sowie die Stellen des entsandten Personals bleiben also im Haushalt der Stadt Felsberg erhalten. Die Personalkosten müssten im Rahmen der Regelung des § 7 der Vereinbarung über das gemeinsame Ordnungsamt in dessen Gesamtkosten einbezogen und nach dem Verteilschlüssel auf die teilnehmenden Kommunen umgelegt werden. Insofern erfolgt eine Verrechnung mit dem Felsberger Kostenanteil am gemeinsamen Ordnungsamt.

In der Vorlage wird von erwarteten Synergieeffekten gesprochen. Da davon ausgegangen wird, dass bei der Konzentration der Ordnungsamtsaufgaben diese effizienter erledigt werden, müssten sich in Felsberg weitere Einsparungen, auch im Bereich des derzeitigen Personalansatzes des Produktbereiches Sicherheit und Ordnung ergeben. Diese sind bislang nicht dargestellt.

Die Synergieeffekte bei den Sachkosten sind ebenfalls bislang nicht hinreichend belegt, zumal Einsparungen auch konzentrationsbedingte Mehrkosten, z.B. durch Dienstwageneinsätze, längere Anfahrten etc. gegenüberstehen werden.

Letztlich fehlt auch eine Bewertung der mit der Verlagerung der Aufgabe nach Melsungen entstehenden Transaktionskosten für begleitende Abstimmungen zwischen den beteiligten Kommunen, dem Ordnungsamt und den örtlichen Bürgerbüros etc..

Qualitätsfragen werden nicht thematisiert

Durch die Aufgabenverlagerung wird auch der unmittelbare Einfluss auf Art und Umfang der Aufgabenerledigung abgegeben. Wenn auch infolge einer Bündelung von Kompetenzen eine Qualitätssteigerung erwartet werden darf, wird die Qualitätsfrage weder in Vorlage noch im Vereinbarungstext explizit thematisiert. Insbesondere sind keine Standards und Kontrollmechanismen festgelegt. Solche Überlegungen sind heute jedoch in modernen Verwaltungen selbstverständlich.

Interkommunale Zusammenarbeit kein Selbstzweck

Grundlage der Entscheidung für eine interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der Ordnungsämter müssen Sachargumente sein und nicht die Angst, bei etwas Neuem nicht dabei zu sein. Dabeisein ist eben nicht alles, schon gar nicht um jeden Preis.

Der Abwägungsprozess in den städtischen Gremien sollte daher von einer umfassenden und unvoreingenommenen Darstellung der Aspekte und Argumente, des Für und Wider durch die Verwaltung unterstützt werden.

Aus diesem Grund erwarten wir Grüne eine Stellungnahme und detaillierte Erläuterungen zu den vorstehend dargestellten Sachverhalten und damit aufgeworfenen Fragestellungen. Von der Formulierung eines ausdrücklichen Fragenkataloges haben wir abgesehen. Die Fragen ergeben sich aus dem Text.

Felsberg, 20.11.2013

Jochen Pschibul

(Fraktionsvorsitzender)

14Okt

Bürgermeisterwahl Felsberg 2013

Die Ausgangssituation

Bürgermeister Stiegel (SPD) hat nach 24-jähriger Amtszeit 2008 eine schwere Hypothek hinterlassen. Er hat Großbaustellen wie:

  • die Kanalsanierung (einschließlich Anschluss der letzten Stadtteile an die Kläranlage),
  • die Ordnung der Finanzen und einen Abbau des Investitionsstaus in den städtischen Einrichtungen,
  • die Umstellung auf das neue Haushaltsrecht (Doppik),
  • die Konzentration städtischer Infrastruktur (86 Gebäude in städtischem Eigentum),
  • die Überwindung des Kirchturmdenkens in den 16 Stadtteilen etc.

seinem Nachfolger aufgebürdet.

Seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Steinmetz wird eine Politik gegen den Bürgermeister – zunehmend unter der Gürtellinie – betrieben. Daran beteiligt sind auch die beiden 2008 unterlegenen Kandidaten, die offenkundig noch immer ihre Wunden lecken, allerdings nicht bereit waren erneut anzutreten.

Eine konstruktive, politische Arbeit in den städtischen Gremien findet seit Jahren wegen der Fokussierung, insbesondere von SPD und CDU auf die Person von Bürgermeister Steinmetz nicht mehr statt.

Dabei wird auf den Bürgermeister geschossen, tatsächlich aber werden vielfach die Bürger getroffen! So hat die Verweigerung der Inanspruchnahme bewilligter Haushaltsmittel für Kanalsanierungsmaßnahmen zu Verzögerungen und Mehrkosten von inzwischen 120.000 € und einer drohenden, darüberhinausgehenden Rückzahlungsverpflichtung von Fördermitteln (aus dem Landesprogramm 2003) geführt. Geld, das nun über Kanalgebühren durch die Bürger finanziert werden muss.

Jene Zeiten, wo man sich im Stadtparlament in der Sache gestritten hat, sind inzwischen vorbei.

Die Mehrheitsfraktion der SPD und ihre Anhängsel im Bürgermeisterwahlkampf haben sich indessen nicht mit zielführenden, konstruktiven Vorschlägen und Alternativen in den Gremien ausgezeichnet, sondern vielmehr gezielt mit verschiedensten Berichtsanträgen die Verwaltung zusätzlich belastet und ausgebremst.

Position der Grünen

Wir Grüne Felsberg positionieren uns nicht für einen der beiden Bürgermeisterkandidaten. Auch für uns gibt es  Kritikpunkte an Herrn Bürgermeister Steinmetz. Diese Kritik ist aber im Kontext der besonderen Verhältnisse in Felsberg zu betrachten. In vielerlei Hinsicht hatte er angesichts der Widrigkeiten und Widerstände begrenzte Möglichkeiten notwendige, umfangreiche Veränderungen in der Stadt zu gestalten. Immerhin wurde Begonnenes fortgeführt, einige Projekte (z.B. Kinderbetreuung) umgesetzt und Verschiedenes angestoßen. Viele Projekte, auch einer Zusammenarbeit im Verbund mit den Nachbargemeinden, oder einzelne Ansätze zur Haushaltskonsolidierung, scheiterten am Widerstand der SPD-Mehrheit in Magistrat  und Stadtverordnetenversammlung.

Herr Steinmetz hat sich in nun fast 6 Jahren Amtszeit in die unterschiedlichsten Thematiken eingearbeitet. Ihn zeichnet diesbezüglich ein anerkennenswerter Fleiß aus, der auch daran abzulesen ist, dass häufig noch weit nach Feierabend das Licht in seinem Büro im Rathaus brennt. Einen Teil der Aufgaben des Hauptamtsleiters hat er in dessen krankheitsbedingter Abwesenheit selbst übernehmen müssen.

Diese schwierige Personalsituation, der über Jahre nicht besetzten Schlüsselposition im Hauptamt und ein allgemein hoher Krankenstand in der Verwaltung, schränken die Gestaltungsmöglichkeiten eines Bürgermeisters enorm ein.

Auch ein Bürgermeister Rother benötigt zunächst eine erhebliche Einarbeitungszeit in die vielfältigen Themen- und Problembereiche der Stadt und in die Mentalität der Felsberger Bürger und der kommunalpolitischen Entscheidungsträger.

Er wird von jenen mehrheitlich unterstützt (SPD), die die Probleme wie Investitionsstau, Umgehungsstraßenverzögerung, Altstadtverfall, demographischer Wandel etc. maßgeblich verursacht haben oder nicht angegangen sind.

 

Wir lehnen eine Hatz auf Herrn Steinmetz und den derzeitigen Stil der Auseinandersetzung mit ihm in den politischen Gremien und der Öffentlichkeit ab. In dieser Weise löst man keine städtischen Probleme und schadet dem Ansehen der Stadt Felsberg.

Was kommt nach der Wahl?

Wir sehen das Risiko, dass die derzeitigen Gemeinsamkeiten von SPD, CDU, FDP und FWG schon bald zerfallen, wenn der gemeinsame Feind nicht mehr eint. Dann sind Konzepte und die Übernahme von Verantwortung für unpopuläre, überfällige Entscheidungen in dieser Stadt gefordert.

Die SPD hatte bei der letzten Kommunalwahl erneut den Wählerauftrag hierzu mit 50,4 % der Stimmen erhalten und hat in Magistrat und Stadtverordnetenversammlung die absolute Mehrheit der Sitze. Sie nimmt diesen Gestaltungsauftrag bis heute nicht wahr.

Angesichts der Haushaltslage steht das städtische Leistungsangebot inzwischen auf breiter Front zur Disposition.

Wer meint, mit einer anderen Person als Bürgermeister kann alles nur besser werden, muss sich fragen, welche Personen und welche Bedingungen Problemlösungen verhinderten und Stillstand verursachten. Die Umstände könnten aber auch bei einem Personalwechsel bleiben wie sie sind.

Vorsicht vor Wahlversprechen

Die Haushaltssituation schränkt den Gestaltungsspielraum jedes Bürgermeisters inzwischen erheblich ein. Ankündigungen und Versprechen beider Kandidaten sind daher mit Vorsicht zu genießen, sobald sie mit Kosten verbunden sind.

Rücktritt für Vorwärtskommen zwingend erforderlich!

Die Grünen erwarten bei einem Wahlsieg von Herrn Steinmetz den Rücktritt der Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU, FDP und FWG, denn weitere Jahre Blockade und Stillstand dürfen Felsberg und seinen Bürgern nicht zugemutet werden.

Grüne Zusammenarbeit mit jedem Bürgermeister

Für eine weitere konstruktive, faire und an der Sache orientierte Zusammenarbeit mit einem zukünftigen Bürgermeister Steinmetz oder Rother stehen die Grünen Felsberg bereit.

Peter Hammerschmidt (Ortsverbandsvorsitzender)

Jochen Pschibul  (Fraktionsvorsitzender)

Reiner Pilgram (Kassenwart)

24Sep

Kunst- und Kultur-Festival in Hann.-Münden, 28.9. – 6.10.13

Liebe Freunde von Kunst und Kultur,

vom  28.9. bis 6.10.13 findet in Hann.Muenden unter dem Motto „Eine Stadt steht Kopf, um wieder auf die Beine zu kommen“ wieder das legendaere DenkmalKunst-Festival statt:

Rund 20 alte Gebaeude oeffnen ihre Tore fuer Kunst und Kultur aller Art.

Von 11 bis 18 Uhr laden Kunstausstellungen zum Betrachten ein, abends gibt es Musik, Liedermacher, Theater, Kabarett, Lesungen, …

Alles im Ambiente alter Gemaeuer, Keller und Dachboeden, ergaenzt durch ein vielfaeltiges Rahmenprogramm.  Ziel der Aktion ist, die meist leerstehenden Gebaeude für 9 Tage  wieder mit Leben zu fuellen. In der Hoffnung, dass das eine oder  andere Haus langfristig aus seinem Dornroeschenschlaf erwacht.

> Die Tageskarte kostet 8 Euro, die Dauerkarte 19 Euro.  Das genaue Programm ist dem Internet unter > www.denkmalkunst-kunstdenkmal.de  zu entnehmen.

Parallel hierzu findet mit  9mal24  eine bundesweit einmalige Aktion  statt: Der rekordverdaechtige Versuch, ein durch Brand beschaedigtes,  seit knapp 10 Jahren leerstehendes Haus (Speckstraße 7) innerhalb > dieser 9 Tage komplett zu sanieren: Rund um die Uhr und allein mit  freiwilligen Handwerkern und Helfern. Das Material stammt aus Sach- und Geldspenden. Ein aeusserst mutiges Unterfangen, das durch die  Unterstuetzung zahlreicher engagierter Muendener verwirklicht wird. Da viele der Handwerker und Helfer von außerhalb kommen, wurden  kostenlose Unterkuenfte und eine reichhaltige Verpflegung durch die Muendener Gastronomie organisiert. Diese Aktion findet erhoehte Aufmerksamkeit der Medien, da viele Staedte mit aehnlicher Leerstands-Problematik zu kaempfen haben. Daher wird nicht nur die  ueberregionale Presse berichten, sondern es haben sich auch mehrere  Fernsehanstalten angesagt.

Naeheres hierzu ist im Internet unter  www.3-mal-24.de  zu finden.

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